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Glutenfreie Fertigprodukte automatisch auch gesund?

 tomaten im chemielabor 	24794374 - tomaten im chemielabor © Schlierner

Glutenfreie Fertigprodukte gab es vor gar nicht so langer Zeit nur in Reformhäusern und Bioläden, ebenso gab es meistens nur eine kleine Auswahl. Dies hat sich zu Glück geändert. Immer mehr Discounter und Supermärkte haben mindestens eine kleine Auswahl an glutenfreien Fertigprodukten. Die Zahl der Onlinemärkte ist beträchtlich.

Der Bedarf an glutenfreien Fertigprodukten ist in die Höhe geschnellt. Dies liegt zum einen daran, dass immer mehr Menschen auf Gluten reagieren und es dann vermeiden. Aber auch die Ernährungsindustrie hat die Zeichen der Zeit erkannt, es ist eine Modeerscheinung geworden, sich glutenfrei oder besser gesagt glutenreduziert zu ernähren. Man will ja was für seine Gesundheit tun – dies sei auch jedem vergönnt. Aber hier stellt sich die Frage, wie bei allem das so stark vermarktet wird: Sind diese glutenfreien Fertigprodukte wirklich so viel gesünder???

Zöliakie-Betroffene und alle anderen, die Probleme beim "Genuss" von Gluten bekommen, müssen sich glutenfrei ernähren, da führt kein Weg dran vorbei.

Aber schauen wir uns doch mal die Zutatenliste mancher glutenfreien Fertigprodukte an.

Gluten hat viele Vorzüge aufzuweisen, was Backeigenschaften, Fluffigkeit und Mundgefühl von Backwaren angeht. Deshalb überzeugt auch der Geschmack von glutenfreiem Brot oder Kuchen die Wenigsten. Es ist sehr schwer ohne Gluten geschmacklich und optisch vergleichbare Produkte herzustellen. Das wissen die Hersteller von glutenfreien Fertigprodukten nur zu gut. Hier wird dann mit stark verarbeiteten Fetten, zugesetzten Geschmacksverstärkern, wie raffiniertem Zucker und synthetisch hergestellten Aromen, getrickst. Schließlich soll das glutenfreie Produkt dem "Original" möglichst ähnlich sein. Hier fällt mir dann immer die vegane Bratwurst ein. Bratwurst + vegan – ein Widerspruch in sich. Aber die vegane Ernährung durchläuft ja im Moment auch diesen Modetrend.

Aber zurück zu unserem Thema.

Schau dir daher stets die Zutatenliste sehr genau an. Schließlich wollen wir uns glutenfrei und gesund ernähren, oder?

Gerade im Bereich des Backens steht der "Glutenfrei-Neuling" vor großen Herausforderungen. Mir selbst ist es passiert, dass drei Kuchen vom Backofen direkt in die Tonne gewandert sind. Andere waren nun ja, man konnte sie essen. Dies ist mir beim "normalen" Backen noch nie passiert. Da wird man dann doch etwas mürbe und greift mal zum Fertigprodukt.

Beispiel Croissants (mal so am Sonntagmorgen ein Genuss):

Die Beschreibung:
Die glutenfreien Croissants bringen die französische Lebensfreude auf den Frühstücktisch. So kannst du auch mit einer Glutenunverträglichkeit die kleinen Hörnchen mit süßen oder herzhaften Belägen genießen.

Dann lesen wir aber die Zutatenliste:
Maisstärke, Magarine, Zucker, Salz, Verdickungsmittel (E-415, E-440, E-466), Emulgator (E-471), Triebmittel (E-500ii, E-450i) und Konservierungsmittel (E-200)

Ein solches Fertigprodukt ist für glutenfreie Fertigprodukt noch günstig zu erwerben. Daher solltest du dir als Käufer klar sein, dass darin auch nur billige Rohstoffe verwendet werden. Die Zutaten sind stark verarbeitet, werden teilweise synthetisch hergestellt und für den Geschmack sorgen künstliche Aromen. Zudem haben sie oft deutlich mehr Kalorien als ihr glutenhaltiges Pendant.

Es geht aber auch anders  – ebenfalls Croissants:

Zutatenliste:
Maismehl, pflanzliche Fette und Öle (Palmfett, Rapsöl, Sonnenblumenöl), Wasser, Reismehl, Vollei, Zucker, Hefe, Salz, Verdickungsmittel: Guarkernmehl, Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Emulgator: Sojalecithin und Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Säurungsmittel: Zitronensäure.

Diese Hörnchen sind aber auch doppelt so teuer. Qualität hat halt ihren Preis.

Mir ist aufgefallen, je heller und fluffiger die Backwaren sind, um so länger die Zutatenliste und um so wahrscheinlicher auch der Griff in die chemische Trickkiste. Hier sind glutenhaltige und glutenfreie Produkte gleichermaßen betroffen.

FAZIT:
Bei der glutenfreien Ernährung muss man (abgesehen vom Gluten) auch die weiteren Zutaten ganz genau im Auge behalten. Glutenfrei heißt nicht automatisch gesund. Bei glutenfreien Fertigprodukten wird genauso mit "minderwertigen" Zusatzstoffen gearbeitet wie bei "normalen" Fertigprodukten.

Wer sich glutenfrei UND gesund ernähren will, sollte daher möglichst selber frisch kochen und backen. Klar, oft fehlt die Zeit und am Anfang auch die Rutine mit den unbekannten Zutaten – gerade beim Backen kann ich ein Lied davon singen, aber so langsam gelingen mir meine Kuchen. Man muss sich eine gewisse Experimentierfreude bewahren und darf nicht den vergangenen Zeiten nachweinen. Es ist eine Herausforderung, aber es ist zu schaffen!

Auch ich kaufe mir mein Brot noch als Fertigprodukt, aber ich schaue sehr genau auf die Zutatenliste. Da es mehr kostet, wird eben weniger Brot gegessen!
Ein weiterer Tipp ist, Backmischungen zu kaufen. Aber auch hier gilt, wenn ich mich gesund ernähren will: Ein Blick auf die Zutatenliste ist zwingend erforderlich!

Eure


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