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Glutenfrei durch die Schwangerschaft

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Zöliakie in der Schwangerschaft

Werdende Mütter, die von Zöliakie betroffen sind, sollten besonders auf eine strikt glutenfreie Ernährung achten: Wiederholte Diätfehler können die Dünndarmschleimhaut erneut schädigen und zu einem für Mutter und Kind schädlichen Nährstoffmangel führen.

Bei einer ausgewogenen Ernährung stellt eine Glutenunverträglichkeit jedoch kein Hindernis für eine unkompliziert verlaufende Schwangerschaft dar.

Kein Alkohol, kein Rohmilchkäse und Koffein nur in Maßen – werdende Mütter müssen auf vieles Verzichten. Viele Zöliakiebetroffene sind daher besorgt, dass eine glutenfreie Ernährung während der Schwangerschaft ihrem ungeborenen Kind schaden könnte. Doch ganz im Gegenteil: „Während der Schwangerschaft ist es für Zöliakiebetroffene mehr denn je wichtig, strikt glutenfrei zu essen“, betont Bianca Maurer, Ernährungsmanagerin Diätetik bei der DZG. „Nur so kann ihr Dünndarm gesund bleiben und alle für die Entwicklung des ungeborenen Kindes wichtigen Nährstoffe aufnehmen. Für gesunde Schwangere bringt eine glutenfreie Ernährung jedoch keine Vorteile.“ Um sich selbst und das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, sollen werdende Mütter aber immer auf eine ausgewogene Ernährung achten. Besonders Jod, Folsäure und Eisen müssen ausreichend aufgenommen werden, um den Mehrbedarf in der Schwangerschaft zu decken.

Tipps für eine glutenfreie Ernährung in der Schwangerschaft:

  • Jodiertes Speisesalz verwenden und jodreiche Lebensmittel wie Seefisch (z. B. Lachs oder Makrele – natürlich niemals roh!) häufig auf den Speiseplan setzen.
  • Eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Hirse und Hülsenfrüchte sind glutenfrei und sorgen in Kombination mit Vitamin-C-reichem Gemüse oder Obst, wie Paprika, Brokkoli oder Zitrusfrüchten für eine gute Nährstoffversorgung.
  • Allein über Lebensmittel ist die Deckung des Mehrbedarfs an Jod und Folsäure kaum möglich, deshalb sollten in Absprache mit dem Arzt bereits vor der Schwangerschaft hierfür zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Auch die Eisenversorgung ist zu kontrollieren.
  • Bei einer glutenfreien Ernährung werden oft zu wenige Ballaststoffe verzehrt. Dies kann typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen und Verstopfung verstärken. Glutenfreie Ballaststoffe findet man z. B. in Reiskleie, Flohsamenschalen, Rübenballaststoff, Leinsamen oder Inulin, welche glutenfreien Mehlen und Backmischungen zugegeben werden können.
  • Auch Gemüse und Obst sowie glutenfreie Vollkornmehle enthalten neben wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen ebenfalls reichlich Ballaststoffe und sollten häufig auf dem Speiseplan stehen.

Quelle: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V. (DZG)


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