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Glutenfreie Ostern

So genießen Zöliakiebetroffene die Feiertage. An Ostern endet die Fastenzeit und es kann wieder ausgiebig geschlemmt werden. Menschen, die mit der Autoimmunerkrankung Zöliakie leben, müssen jedoch nicht nur in der Fastenzeit, sondern lebenslang auf Gluten verzichten. Auch zu Ostern heißt es für Betroffene deshalb „Augen auf“, denn viele Osterleckereien wie Schokohasen, Eierlikör und sogar Eierfarben können Gluten enthalten. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) hat Tipps und Rezepte für ein gelungenes Osterfest parat.

Dies sind die Tipps der DZG:

  • Süßwaren für das Osternest wie Schokohasen, Marzipaneier und Gummibären können Gluten enthalten. Ein Blick auf die Zutatenliste oder in die aktuelle Lebensmittelaufstellung der DZG gibt Auskunft. Die DZG-App erleichtert die Suche nach glutenfreien Produkten.
  • Verzicht auf Gluten bedeutet keineswegs Verzicht auf Genuss und Vielfalt, denn für fast alle Osterleckereien stehen inzwischen leckere glutenfreie Alternativen zur Verfügung. Die DZG bietet ihren Mitgliedern jedes Jahr einen Sonderdruck „Ostersortiment“ an. Neben einer Auflistung glutenfreier Osterprodukte sind hierin auch Tipps und Rezepte enthalten.
  • Klassisches Ostergebäck wie Osterbrot, -nester, oder -häschen bestehen in der herkömmlichen Variante aus Weizenmehl und enthalten deshalb Gluten. Die DZG bietet erprobte Rezepte für glutenfreie Alternativen.
  • Für Neulinge ist glutenfreies Backen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Mehle reagieren bei der Zubereitung anders als herkömmliche Weizenmehle. Tipps und Tricks erhalten zukünftige „Glutenfrei“-Backprofis bei der DZG.
  • Wichtig beim Kochen und Backen ist neben der Auswahl glutenfreier Zutaten auch deren strikt separate Aufbewahrung, denn bereits geringste Mengen an Gluten können bei Betroffenen zu Beschwerden führen. Neben den Zutaten müssen dementsprechend auch die Arbeitsflächen, Backformen und Rührgeräte stets frei von Rückständen glutenhaltiger Lebensmittel sein.
  • Eierfarben für das Verzieren und Färben der Eier können Gluten enthalten. Durch Poren und kleine Risse in der Eierschale kann die Farbe in das Ei eindringen und damit für Zöliakiebetroffene den Genuss von Ostereiern zu Nichte machen. Die DZG bietet Tipps zum natürlichen und glutenfreien Eierfärben.

Ostereier natürlich färben

Eierfarben für das Verzieren und Färben bunter Ostereier können Gluten enthalten. Durch Poren und kleine Risse in der Eierschale kann die Farbe in das Ei eindringen und damit für Zöliakiebetroffene den Genuss von Ostereiern zu Nichte machen. Denn das in Getreide wie Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste enthaltene Klebereiweiß verursacht bei ihnen Entzündungen der Dünndarmschleimhaut mit vielfältigen Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Müdigkeit. Betroffene können jedoch auch mit natürlichen Materialien schöne Eier für das Osternest zaubern. Das Farbergebnis ist meist nicht so kräftig wie mit künstlicher Farbe, dafür ist diese Variante nicht nur sicher glutenfrei, sondern auch umweltfreundlich und frei von Zusatzstoffen. Für das natürliche Färben können viele Pflanzen, Gemüse, Kräuter sowie Tees verwendet werden.

Durch die vielfältigen Materialien können unterschiedliche Farbtöne erreicht werden:

Grüne Farbtöne: Efeublätter, Spinat, Petersilie
Gelborange Farbtöne: Brennnesselblätter, Safran, Karotten
Rote Farbtöne: Rote Beete, Rotkohlblätter, Malventee, Johannisbeeren, Preiselbeeren
Blaue Farbtöne: Malvenkraut, Holunderbeeren, Heidelbeeren
Braune Farbtöne: Kaffee, Tee, Zwiebelschale

Und so geht das natürlich Färben:

  • Grobe Pflanzenteile zerkleinern, gegebenenfalls mixen und aufkochen lassen.
  • Eier in Essigwasser hart kochen. Durch den Essig wird die Farbe besser angenommen.
  • Gekochte Eier mit kaltem Wasser abschrecken und ca. ½-1 Stunde in den vorbereiteten Sud legen
  • Gefärbte Eier trocknen und mit ein paar Tropfen Speiseöl abreiben, dadurch wird die Farbe leuchtender und die Eier bekommen einen schönen Glanz

Tipp: Ausgefallene Eier mit feinem Blättermuster:

Eine Feinstrumpfhose in kleine Teile schneiden, sodass ein Teil ca. doppelt so lang ist wie ein Hühnerei.
Verschiedene Gräser oder Pflanzenblätter, z.B. Winterling oder Hahnenfuß, sammeln.
Eier vor dem Färben gründlich mit Essigwasser reinigen, damit die Farbe besser angenommen wird.
Die Pflanzenteile auf die rohen, weißen Eier legen. Die Feinstrumpfhose darüber ziehen, zubinden und dadurch die Blätter fixieren.
Die Eier in einem Topf mit dem gewünschten natürlichen Färbemittel 10 Minuten hart kochen.
Erkalten lassen und Feinstrumpfhose entfernen. So entstehen weiße Muster auf dem bunten Hintergrund.

Über Zöliakie:

Zöliakie ist eine Systemerkrankung, die auf einer lebenslangen Unverträglichkeit gegenüber Gluten beruht. Gluten kommt vor allem in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste vor. Die über 800.000 Zöliakiebetroffenen in Deutschland müssen diese Getreidesorten ihr Leben lang strikt meiden, denn die glutenfreie Ernährung ist die einzige Therapie für ein beschwerdefreies Leben.
Weitere Informationen zum Thema Zöliakie gibt es bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG)

Quelle: Pressemeldung DZG – Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V.

 


Kontakt

Döppler.Team GmbH
Am Hainszaun 18
D-97828 Marktheidenfeld

fon ++49 (0) 9391 9804 40
fax ++49 (0) 9391 9804 22

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